01. Juli 2025 bis 30. Juni 2028


  • Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
  • Programm WIR! (Wandel durch Innovation in der Region)
  • Projektträger Jülich (PJT)

  • Hochschule Kaiserslautern
  • Hochschule Augsburg
  • Hochschule Trier

Terrestische Cyanobaktieren können als immobiliserte Biofilme in speziellen Reaktoren unter geringen Wassereinsatz kultiviert werden und sind in der Lage CO2 aus Rauchgasen zu verwerten. Gewinnung von Wertstoffen mittels Algen unter Verwendung von Rauchgas und Reststoffen.

Umsetzungskonzept CO22Value

Das übergreifende Arbeitsziel des Verbundprojektes die Entwicklung eines Verfahrens zur Produktion von Algenbiomasse und Wertstoffen auf Basis phototropher Fermentation mittels Mikroalgen, die mit Sonnenlicht, rezyklierten CO2 aus der BHKW-Verbrennung von Biogasen und Nährstoffen aus Gärresten kultiviert werden. Das bei der energetischen Biomasseverwertung anfallende Rauchgas fördert das Wachstum der Mikroalgen und kann als CO2-Stressor eingesetzt werden, insbesondere um Polyhydroxybuttersäure gezielt zu produzieren. Je nach gewählten Stressoren können im phototrophen Fermentationsprozess mittels Cyanobakterien weiterhin extrazelluläre Polymersubstanzen (EPS; vornehmlich Polysaccharide mit überwiegenden Anteilen von Glucose, Galactose und Mannose), sowie Carotinoide (beta-Carotin, Echinenon, Canthaxathin) und die bioaktiven Lebensmittelfarbstoffe Phycoerythrin und Phycocyanin gewonnen werden. Durch die Kombination von extremophilen terrestrischen Cyanobakterien als immobilisierte Biofilme und neuartigen, an-Luft-geführten (emersen) Photobioreaktoren (ePBR) können wesentliche innovatorische Hemmnisse der Algen- und Mikroorganismen-basierten Wert- und Wirkstoffproduktion auf Basis submerser Systeme (niedrige Biomasse- und Zielproduktkonzentrationen) überwunden werden.

Innerhalb des Verbundprojektes fokussierte sich das PFI auf die Charakterisierung von Rauchgasen und die Entwicklung von Gärrest-basierten Wachstumsmedien. Der Projektpartner Hochschule Kaiserslautern konzentrierte sich die bioverfahrenstechnische Weiterentwicklung der Reaktortechnologie (emerser Biofim-Photobioreaktoren [ePBR]) zur Kopplung von ePB-Reaktoren an Block-Heiz-Kraftwerke. Die Hochschule Augsburg verantwortet die Anlagenkonzeption und die Anlagenplanung und die Hochschule Trier entwickelt Kopplungsvarianten im Technikumsmaßstab.

Das Projekt mit dem Förderkennzeichen 03WIR4513B wird im Rahmen des Förderprogramms „WIR!-Wandel durch Innovation in der Region“ über den Projektträger PtJ mit Mitteln des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) finanziell unterstützt.

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