01. November 2024 bis 31. Oktober 2027


  • Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat
  • Programm WIR! (Wandel durch Innovation in der Region)
  • Projektträger Jülich (PJT)

  • Biotechnologie Nordhausen GmbH
  • K-UTEC AG Salt Technologies

Stickstoff- und phosphathaltige Dünger spielen eine zentrale Rolle, um hohe Erträge auf den landwirtschaftlichen Flächen zu erzielen. Gleichzeitig ist die klassische Düngererzeugung energieintensiv und mit kontinuierlich steigenden Kosten verbunden. Gesamtziel des Vorhabens ist die Nutzung von Gärresten und Gülle als Rohstoffquelle für Produktion von hochwertigen Stickstoff- und Phosphat-Düngern. 

Die energieintensive Produktion und steigende Kosten sowie die zunehmende Importabhängigkeit sind zentrale Herausforderungen beim Einsatz von stickstoff- und phosphorhaltigem Kunstdünger. Der Einsatz von Gärresten aus Biogasanlagen ist eine Möglichkeit, um den Einsatz von Kunstdünger zu begrenzen. Allerdings ist die direkte Düngung mit Nachteilen verbunden. Der typischerweise hohe Ammoniumgehalt in Gärresten hat häufig unerwünschte Emissionen und nicht bedarfsgerechte Düngung zur Folge. Daher soll im Rahmen des vorliegenden Verbundprojektes ein neues Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichen Kaliumphosphat- und -Nitratdünger aus Gärresten entwickelt werden. Wasserlösliche Dünger ermöglichen eine bedarfsgerechte Kulturpflanzendüngung und sind zudem hochpreisig. Dadurch werden die oben genannten ökologischen Probleme beträchtlich vermindert und die Wertschöpfung erhöht. Die wirtschaftlichen Erfolgschancen werden auch dadurch unterstützt, dass bei Biogasanlagen häufig die freigesetzte Wärme nur unvollständig genutzt werden kann, weshalb dadurch gleichzeitig Energiereserven für die notwendigen Konzentrationsschritte zur Kristallisation der Düngesalze kostengünstig zur Verfügung stehen.

Innerhalb des Verbundprojektes fokussierte sich das PFI auf die Verfahrensentwicklung zur Abtrennung von Ammonium und Phosphat aus Gärresten sowie auf die biologische Oxidation des NH4 zu Nitrat. Der Projektpartner BTN konzentriert sich auf die Verfahrensentwicklung zur direkten Ammonium-Oxidation in Gärresten. Der Partner K-UTEC überführt die gewonnenen Nitrat- und Phosphat-Konzentrate in vermarktungsfähige Düngemittel.

Das Projekt mit dem Förderkennzeichen 2224NR023A wird im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ über den Projektträger FNR mit Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) finanziell unterstützt.

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