01. August 2025 bis 31. Juli 2028

Die Weltwirtschaft ist heute nur zu 8,6 % zirkulär, während sich der globale Ressourcenverbrauch seit 1970 verdreifacht hat. Die Folgen sind klar: steigende CO₂-Emissionen, Druck auf Ökosysteme und zunehmende Abhängigkeit von externen Rohstoffen. Eine konsequente Circular Economy könnte die Emissionen bis 2030 um fast die Hälfte reduzieren und gleichzeitig wirtschaftliche Resilienz schaffen. In der Region am Oberrhein treffen Faktoren aufeinander, die für diesen Wandel entscheidend sind: eine starke industrielle Basis, eine dynamische Forschungslandschaft und engagierte politische Strategien in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Doch bisher bleiben Synergien über Grenzen hinweg ungenutzt, Wissen gelangt oft nicht in die Praxis, und Start-ups mit zirkulären Geschäftsmodellen finden zu wenig Unterstützung. Circular Synergies setzt genau hier an: Das Projekt bringt Wirtschaft, Forschung und Politik an einen Tisch, baut Brücken über nationale Grenzen und schafft die Grundlage für eine widerstandsfähige, ressourceneffiziente und wettbewerbsfähige Region. Es analysiert Kreislaufpotenziale in zentralen Branchen, entwickelt gemeinsam mit zwölf Unternehmen praxisnahe Lösungen („Solution Circles“), begleitet Start-ups mit zirkulären Geschäftsmodellen und bietet Weiterbildungs- und Vernetzungsformate für Wirtschaft und öffentliche Hand.

Ziel ist es, Kompetenzen aufzubauen und den Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis zu stärken. Langfristig sollen Unternehmen wettbewerbsfähiger und unabhängiger von Ressourcenimporten werden – und damit die Region als Vorreiterin für nachhaltiges Wirtschaften profilieren. Über drei Jahre (2025–2028) erforscht und erprobt Circular Synergies zirkuläre Lösungsansätze entlang der Rheinschiene in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Im Mittelpunkt stehen die vier Schlüsselbranchen Bau, Pharma, Lebensmittel sowie Kunst- und Klebstoffindustrie, die sowohl für die regionale Wirtschaft prägend als auch ökologisch besonders relevant sind. Das Projekt kombiniert Forschung, Innovationsansätze und Community-Building: 

  • Potenzialanalysen erfassen Bedürfnisse, Chancen und bestehende Modelle und fließen in konkrete Handlungsempfehlungen ein 
  • Solution Circles bringen Unternehmen und Stakeholder aus allen drei Ländern zusammen, um in moderierten Prozessen konkrete zirkuläre Lösungen zu entwickeln 
  • Zwei Inkubatorenprogramme begleiten Start-ups, deren Geschäftsmodelle von Product-as-a-Service bis Upcycling reichen, und unterstützen sie bei Entwicklung und Skalierung 
  • Austauschformate stärken Wissenstransfer und Vernetzung zwischen Wirtschaft, Forschung, Politik und Zivilgesellschaft 

Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen von Interreg Oberrhein gefördert.

Forschungsanlagen

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