PFI zu Besuch auf MICAM und LINEAPELLE in Mailand

Lineapelle Schriftzug auf dem Messegelände in Mailand

PFI auf MICAM und LINEAPELLE 2026: Das Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens e.V. (PFI) besuchte vom 14. bis 16. September 2026 die internationalen Fachmessen MICAM Milano und LINEAPELLE in Mailand. Beide Veranstaltungen zählen zu den bedeutendsten Treffpunkten der internationalen Schuh-, Leder- und Zulieferindustrie und bieten eine wichtige Plattform für den Austausch über aktuelle Markt- und Technologietrends.

Vor Ort nutzte das PFI die Gelegenheit, bestehende Kontakte zu pflegen, neue Gespräche mit Unternehmen der Branche zu führen und aktuelle Entwicklungen entlang der Wertschöpfungskette kennenzulernen. Im Fokus standen insbesondere Themen rund um Materialien, Nachhaltigkeit, Qualitätsanforderungen und zukünftige Herausforderungen für die Schuh- und Lederindustrie.

Ein wichtiger Programmpunkt war die Teilnahme an der Pressekonferenz des HDS/L Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie im Deutschen Pavillon der MICAM. Unter Moderation von Dr. Claudia Schulz kamen Torben Schütz, Geschäftsführer des HDS|L, Paolo Borghini, Geschäftsführer der MICAM, sowie der seit August 2026 in Mailand amtierende deutsche Generalkonsul Dirk Augustin zusammen, um über die Schuh- und Lederwarenindustrie zu diskutieren. Neben der aktuellen wirtschaftlichen Situation der deutschen Schuh- und Lederwarenindustrie wurden auch die internationalen Handelsbeziehungen sowie die Auswirkungen zunehmender regulatorischer Anforderungen auf die Unternehmen der Branche thematisiert. Auch Fragen der Wettbewerbsfähigkeit und zukünftige Herausforderungen entlang der globalen Lieferketten spielten eine wichtige Rolle.

Pressekonferenz des HDS/L Bundesverbands der Schuh- und Lederwarenindustrie im Deutschen Pavillon der MICAM. Unter Moderation von Dr. Claudia Schulz gemeinsam mit Torben Schütz, Geschäftsführer des HDSL, Paolo Borghini, Geschäftsführer der MICAM sowie der seit August 2026 im Mailand amtierende deutsche Generalkonsul Dirk Augustin.
Pressekonferenz des Bundesverband der Schuh- und Lederwarenindustrie (HDS/L) im Deutschen Pavillon der MICAM.
V.l.n.r.: Torben Schütz (Geschäftsführer HDS/L), Dirk Augustin (Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Mailand), Paolo Borghini (Geschäftsführer MICAM), Dr. Claudia Schulz (Moderation)

Die LINEAPELLE gilt als eine der wichtigsten internationalen Fachmessen für Leder, Materialien, Komponenten und Innovationen, während die MICAM Milano als führende internationale Schuhmesse Hersteller, Einkäufer und weitere Branchenakteure zusammenbringt. Die Gespräche auf beiden Messen machten deutlich, wie stark regulatorische Themen die Branche derzeit beschäftigen. Viele Unternehmen sehen sich einer wachsenden Zahl europäischer Vorgaben gegenüber und empfinden die regulatorischen Entwicklungen der vergangenen Jahre als zunehmend komplex. Gleichzeitig wurde deutlich, dass insbesondere Materialhersteller die bevorstehenden Anforderungen bereits aktiv aufgreifen. Mehrere Aussteller präsentierten bisphenolfreie Materialien und legten besonderen Wert auf nachvollziehbar belegte Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen. Diese Entwicklung unterstreicht den steigenden Stellenwert von Transparenz und regulatorischer Konformität entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

„Der direkte Austausch mit Unternehmen und Branchenvertretern liefert wertvolle Einblicke in aktuelle Marktanforderungen und zukünftige Entwicklungen. Diese Impulse sind für unsere Arbeit in den Bereichen Prüfung, Forschung und Analytik von großer Bedeutung“, so Dr. Ines Anderie, Abteilungsleiterin der chemischen Analytik am PFI.

Darüber hinaus war das PFI über das europäische Forschungsprojekt METASKILLS4TCLF auf der LINEAPELLE präsent. Das Projekt beschäftigt sich mit den zukünftigen Kompetenzanforderungen der Textil-, Bekleidungs-, Leder- und Schuhindustrie. Im Rahmen verschiedener Fachveranstaltungen wurden aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Digitalisierung, Nachhaltigkeit, technologische Transformation und Qualifizierung diskutiert. Ziel ist es, Unternehmen und Fachkräfte auf die zukünftigen Anforderungen der Branche vorzubereiten. Hier finden Sie mehr Informationen zum Projekt METASKILLS4TCLF.

Auch aus Sicht des Marketings wurde deutlich, welchen Stellenwert persönliche Begegnungen und direkte Gespräche für den Wissenstransfer innerhalb der Branche haben. Sarah Schäfer, Marketing am PFI, fasst ihre Eindrücke zusammen: „Die Teilnahme des PFI an den beiden Fachmessen unterstreicht, wie wichtig der persönliche Austausch innerhalb der Branche ist. Viele Themen lassen sich in Gesprächen vor Ort deutlich besser einordnen als über Berichte oder Online-Meetings. Gerade für uns als Forschungs- und Prüfinstitut sind diese Einblicke wertvoll, um aktuelle Entwicklungen und die Bedürfnisse der Unternehmen besser zu verstehen.“.

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