Enzymatische Trennung und Recycling cellulosehaltiger Verbundwerkstoffe

Projektinformationen
Laufzeit:
01. Mai 2025 bis 31. Oktober 2027
Projektträger:
- Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt
- Programm WIR! (Wandel durch Innovation in der Region)
- Projektträger Jülich (PJT)
Projektpartner:
- ASA Spezialenzyme GmbH
- bCircular GmbH
Ausgangslage & Projektbeschreibung
Das Projekt CelluSep befasst sich mit der Auftrennung von Verbundwerkstoffen bestehend aus Papier/Pappe und anderen Materialien wie Aluminium oder Kunststoffe. Solche Materialien stellen eine Herausforderung beim Recycling-Prozess dar, weil für eine Wiederverwertung der Kunststoff- bzw. der Aluminiumfraktion eine saubere Abtrennung der Cellulose-Fraktion notwendig ist. Mechanische Trennungen sind häufig nicht möglich bzw. deutlich zu aufwendig. Die Nutzung von cellulolytischen Enzymen (Cellulasen) stellt hier eine interessante Alternative dar. Diese sind in der Lage die Cellulose vollständig in Form von Glukose abzubauen und in eine Lösung zu überführen. Im Anschluss kann der verbleibende Feststoff (Kunststoff oder Aluminium) von der Flüssigkeit abgetrennt werden. Im Rahmen des Projektes wird die Nutzung der Verbundstoffe als Substratlösung für eine Solid-State-Fermentation mit cellulolytischen Pilzen untersucht. Ein alternativer Ansatz umfasst die fermentative Gewinnung von Enzym-Lösungen, welche im Anschluss zur Hydrolyse des Celluloseanteils der Verbundstoffe genutzt werden. Ein weiteres Projektziel ist die Nutzung der resultierenden Glukose-Lösungen für eine fermentative Nutzung.

Innerhalb des Verbundprojektes fokussiert sich das PFI auf die Behandlung von Verbundwerkstoffen mit definierten Enzymlösungen und der fermentativen Nutzung der hydrolysierten Cellulose. Der Projektpartner ASA Spezialenzyme GmbH ist für Evaluierung von Einsatzstämmen und die Optimierung der fermentativen Verfahren zuständig. Der Partner bCircular konzentriert sich die Charakterisierung von Verbundwerkstoffen und deren mechanische Aufbereitung sowie auf Lebenszyklusanalysen auf Basis der Projektergebnisse.
Das Projekt mit dem Förderkennzeichen 03WIR4511C wird im Rahmen des Förderprogramms „Nachhaltige Erneuerbare Ressourcen“ über den Projektträger FNR mit Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) finanziell unterstützt.
Sie haben Fragen zum Projekt?
Ihr Ansprechpartner:

Dr. Patrick Ballmann
Biotechnologie
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